Hotelbranche Perspektiven aufzeigen, Alternativen ermöglichen

Eine Absage des Ostertourismus sieht FDP-Bundestagskandidat Peter Jess sehr kritisch.
„Letztes Jahr fielen Oster- und Weihnachtsreisen weg und so soll es sich fortsetzen? Die Bürger brauchen endlich eine Belohnung für ihr Durchhaltevermögen und den Verzicht auf Freiheitsrechte im mittlerweile vierten Monat des Lockdowns. Und die Hotelbranche braucht eine wirtschaftliche Perspektive“, mahnt Peter Jess, Bundestagskandidat der FDP Leipzig. „Das ist kein Aufruf zum unkritischen Massentourismus. Aber Familien brauchen die Möglichkeit, endlich entfernt lebende Angehörige wiedersehen zu können. Und die Tourismusbranche braucht Übernachtungsgäste, um die finanziellen Verluste der letzten Monate zumindest etwas auffangen zu können.“
„Mit einem negativen Corona-Test sind Reisen in entfernte Gebiete mit einer höheren Inzidenz möglich, aber Leipzig bietet so eine Möglichkeit nicht“, kritisiert Jess.
Die Hotelbranche erlebte letztes Jahr einen Buchungsrückgang von über 40 Prozent berichtete kürzlich das Statistische Landesamt in Kamenz. Dieser Trend werde sich dieses Jahr fortsetzen, wenn das Reisen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen nicht bald erlaubt wird, fürchtet Jess. „Von Übernachtungsgästen profitieren nicht nur Hotels, sondern auch die Gastronomie, örtliche Kultur- und Freizeiteinrichtungen.“ Jess fordert daher, diese Branchen mit einem Startprogramm zu unterstützen. „Für die Gastronomie wurde die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt, warum in der Hotelbranche nicht“, hinterfragt Jess.
Auch angesichts einer Verlängerung oder eines weiteren Lockdowns sollten Hotels Alternativen anbieten dürfen: „Wir sperren jeden Corona-Infizierten in seine eigenen vier Wände ein. Wieso einzelne Familienmitglieder nicht in einem Hotelzimmer unterbringen, statt zu Hause andere Angehörige zu gefährden“, fragt Peter Jess und fordert, dass so eine Unterbringung von der Krankenkasse mit gestützt werden muss.
„Eine weitere Möglichkeit, Hotelzimmer im Lockdown zu nutzen, wäre die Räume als Büros anzubieten. Das hilft den Hoteliers und entspannt die Situation für Arbeitnehmer im Homeoffice“, schlägt Jess abschließend vor.